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Top 5-Tipps um Ihre Zuhörer mit Powerpoint zu quälen 11. September 2011

Ein drastisches ”Plädoyer gegen Powerpoint” hält der Schweizer Matthias Öhm: er gründete die APPP, die “Anti-Powerpoint-Partei” mit der er bei den Nationalratswahlen antreten will (vgl. FTD v. 19.7.2011, S. 28). Öde Präsentationen seien eine Übel, das die schweizer Volkswirtschaft jedes Jahr 2,1 Mrd. Franken koste; in Deutschland gar 15,8 Mrd. Euro.

Sicher kennt jeder schlechte Präsentationen. Diese werden nicht nur von Schülern im Gemeinschaftskunde-Unterricht, sondern man sieht auch immer wieder Akademiker, die ihre Thesen in ähnlicher Weise vorstellen.

Damit auch bei Ihrer Präsentation demnächst nichts schief gehen kann, werden hier die Top 5-Tipps für eine schlechte Präsentation gegeben: 

Tipp 1: Nicht mit der Länge geizen!

Wie so oft im Leben gilt auch bei Powerpoint: je länger desto besser!

Als Faustregel gilt: 1 Malk pro 45 Minuten Vortrag

Die Länge einer Powerpoint-Präsentation wird in Malk bemessen.

1 Malk sind 80 Folien und sind für 45 Minuten Vorlesung geeignet.
Eine normale Vorlesung von 90 Minuten sollte 2 Malk (= 160 Folien) lang sein. Ein 20-minütiger Vortrag 1/2 Malk.

Das gilt natürlich nur, wenn Sie auch Tipp 2 beachten und nicht mit Worten geizen.

Auf diese Art und Weise ist es auch viel einfach Tipp 3 zu beherzigen. Sie müssen sich dann kein eigenes Skript oder gar eigene Gedanken zurecht legen. Sie lesen einfach alles von den Folien ab. Da die meisten Zuhörer schneller lesen können, als Sie es ablesen, festigt sich das Wissen umso mehr.

Auch auf freie Rede lässt sich dadurch verzichten. Cicero hätte es sicher genauso gemacht, hätte er Powerpoint im Senat von Rom und auf dem Forum nutzen dürfen.

Tipp 2: Den Platz auf der Folie ausnutzen!

Weiße Flecken auf den Folien sind tabu.

Füllen Sie die Folien aus mit vielen Worten.

Die Sätze sollten möglichst vollständig ausformuliert sein, damit ein Mitlesen möglich ist (s.o.) und sich die Präsentation später auch leichter zu einem Aufsatz machen lässt.

Damit möglichst viel auf die Folien passt nutzen sie kleine Schriftarten. Am Besten Times New Roman in Schriftgröße 12, daran sind die Leser Zuhörer bei der Lektüre von anderen Texten schließlich schon gewöhnt. Auch lässt sich so gut testen, wer wieder mal zum Optiker gehen sollte.

Tipp 3: Die richtigen Worte finden!

Verzichten Sie auf Bilder, das ist unwissenschaftlich. Reiner Text genügt!

hier ein vorher/nachher Beispiel

Auf diese Weise sind Sie auch textsicher und können die Texte direkt ablesen (s.o.)

Wie das funktioniert zeigen die Kandidaten von Powerpoint-Karaoke. Zahlreiche Beispiele finden sich bei YouTube.

[Bilder sagen mehr als Worte! Die richtigen Ideen zur Visualisierung finden Sie im Buch von Dan Roam "The Back of a Napkin"]

Tipp 4: Nutzen Sie die Funktionen, die Powerpoint ihnen bietet.

Fliegende Texte, einfliegende und sich drehende Cliparts geben jeder Präsentation die besondere Note.

Tipp 5: Komplexität

Die Struktur ergibt sich bei Powerpoint von ganz allein. Der rote Faden wird durch die Nummerierung am Ende jeder Folie und möglichst ausführlichen Überschriften auf jeder Folie automatisch hergestellt.Trotzdem kann es natürlich nicht Schaden eine Inhaltsübersicht zu machen. Wichtig ist dabei aber, dass Sie ca. 10 Hauptpunkte und mehrere Unterpunkte aufweist und auch nur ganz kurz nach der Begrüßung wieder ausgeblendet wird um Langeweile durch Redundanzen zu vermeiden.

Weitere Tipps.

Wie man es besser macht will Rolf Hichert mit der Success-Methode zeigen.

Was sich hinter dem Akronym verbirgt erklärt er hier.

SUCCESS RULES – Intro
  

Gewinnspiel

Diskussion

Was sind deine Tipps und Erfahrungen mit Powerpoint?

Poste sie hier. Die beste Antwort gewinnt ein SUCESS – Poster, das freundlicherweise von Lecturio zur Verfügung gestellt wurde.

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Kommentare»

1. Taminator - 12. September 2011

Eigentlich ein netter Artikel. Schade nur, dass der Verfasser offensichtlich der deutschen Sprache nicht mächtig ist. Es sei ihm geraten, einen Lektor abschließend über den Text schauen zu lassen.

“das allein der schweizer Volkswirtschaft jedes Jahr 2,1 Mrd. Franken koste” (Dativ statt Akkusativ)

“umso länger desto besser” (JE desto – oder JE umso)

Die zahlreichen Kommafehler treten noch hinzu.

Schade sowas.

“Da die meisten Zuhörer schneller lesen können, als sie es ablesen” (als Sie es ablesen)

“wenn sie auch Tipp 2 beachten” (wenn Sie…) Der sie/Sie-Fehler erscheint noch öfter.

“zu Recht legen” (zurecht)

“Schöne Designideen finden sie auf” – Na wo denn? Ist der Verfasser hier ins Koma gefallen?

2. mmalkus - 12. September 2011

Vielen Dank für das Interesse am Artikel und dessen genaue Durchsicht. Die zahlreichen Fehler und Schludrigkeiten sind einem möglichst schnellen Entstehen der Posts und einer fehlenden zweiten Kontrolle vor der Veröffentlichung geschuldet. Ich hoffe, dass ich die meisten Fehler jetzt bereinigen konnte.

3. SteMo - 20. September 2011

Interessanter Artikel und interessantes Video. ;)

Eine Powerpoint-Präsentation ist immer nur so gut wie ihr Referent. Speziell im Studium wird man regelmäßig vor die Herausforderung gestellt, schwierige und auf den ersten Blick wenig interessante Inhalte via Powerpoint zu präsentieren und zu vermitteln. Dabei muss man einen regelrechten Spagat vollbringen. Auf der einen Seite eine intersannte Präsi entwickeln, die lediglich dazu dient die Aussagen des Referenten zu verstärken und seine Aussagen zu untermauern. Andererseits sollen über die Präsentation auch (ggf.prüfungsrelevante ) Inhalt und Wissen vermittelt werden, welche Wochen später über die Folien erneut nachvollzogen werden können.

Wer diesen Spagat schafft und das Auditorium bei Laune hält kann echt zufrieden mit sich und seinem Referat sein.






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